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Die INTERSCHUTZ - Weltleitmesse für Feuerwehr, Rettungswesen, Bevölkerungsschutz und Sicherheit - steht vor der Tür

Die INTERSCHUTZ - Weltleitmesse für Feuerwehr, Rettungswesen, Bevölkerungsschutz und Sicherheit - steht vor der Tür

Hannover. Wenn in wenigen Tagen die INTERSCHUTZ (20. bis 25. Juni) ihre Tore öffnet, wird Hannover zur internationalen "Blaulichthauptstadt". Brandaktuelle Themen, Innovationen und ein breites Rahmenprogramm, bestehend aus Konferenzen, Wettbewerben, Workshops und Live-Trainings – all das bietet die internationale Leitmesse für Feuerwehr, Rettungswesen, Bevölkerungsschutz und Sicherheit.

Angesichts der aktuellen geopolitischen Herausforderungen, den damit einhergehenden humanitären Krisen und der durch den Klimawandel verursachten Naturkatastrophen bietet die INTERSCHUTZ den dringend benötigten Rahmen, um den internationalen Diskurs aufzunehmen und gemeinsam Lösungen für den Ausbau des Zivilschutzes und die Sicherung kritischen Infrastrukturen zu erarbeiten. "Die gegenwärtigen Herausforderungen sowie die tiefgreifenden Veränderungen in Technik und Gesellschaft verändern das Einsatzgeschehen von Feuerwehren und Rettungskräften und erfordern neue Konzepte und Herangehensweisen. Die INTERSCHUTZ ist heute wichtiger denn je. Sie bietet beste Voraussetzungen für die Branche und die Politik, um im internationalen Dialog voran zu kommen", betonte Dr. Jochen Köckler, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Messe AG. Mehr als 1 300 Aussteller aus über 50 Ländern freuen sich auf ein Wiedersehen mit ihren Kunden auf der Messe. Die weiteste Anreise hat mit mehr als 18 000 Kilometern ein Aussteller aus Neuseeland. Rund 80 000 Quadratmeter Ausstellungsfläche und damit acht Hallen, das Freigelände sowie das Convention Center sind für die INTERSCHUTZ gebucht.

Parallel zur INTERSCHUTZ findet der 29. Deutsche Feuerwehrtag statt, zu dem der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) die Bürger der Stadt Hannover und alle internationalen Messegäste einlädt. Den Auftakt macht eine " Blaulichtmeile " am Sonntag vor der Messe in der hannoverschen Innenstadt.

Auch DFV-Präsident Karl-Heinz Banse freut sich auf die INTERSCHUTZ: "Das wird eine erfolgreiche Messe, das wird ein großartiger 29. Deutscher Feuerwehrtag! Endlich können wir uns wieder persönlich treffen, fachliche Themen besprechen, politische Weichen stellen und unser nationales wie internationales Feuerwehrnetzwerk pflegen und erweitern. Ich freue mich sehr auf die Großveranstaltungen: Hannover ist vom 20. bis 25. Juni 2022 der Mittelpunkt der Feuerwehrwelt."

Topthemen: Digitalisierung, Bevölkerungsschutz und Nachhaltigkeit

Mit dem Leitthema "Teams, Taktik, Technik – Schutz und Rettung vernetzt" macht die INTERSCHUTZ klar, wohin die Reise in Zukunft geht. Die Digitalisierung von Feuerwehr- und Rettungsbranche ist der Treiber für Innovationen und trägt maßgeblich dazu bei, dass Einsatzkräfte noch schneller, zielgerichteter und effektiver arbeiten können. Besucher können sich einen Überblick über die vielfältigen Lösungen verschaffen.

Erste Anlaufstelle zum Thema Digitalisierung ist die Halle 16: Vom "Digitalen Zwilling" bis hin zur modernen Kommunikations- und Leitstellentechnik steckt sie voller Innovationen. Auch der Einsatz von Drohnen für Aufklärungsflüge, Rettungs- und Löschroboter, neueste 5G-Anwendungen sowie digitale Features an der "Persönlichen Schutzausrüstung" werden hier und in den anderen Hallen gezeigt.

"Schnelligkeit, Sicherheit und Qualität sind wesentliche Kriterien für erfolgreiche Einsätze von Feuerwehr und Rettungsdienst", sagte der Präsident der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes (vfdb), Dirk Aschenbrenner. "Schon heute helfen digitalisierte Prozesse, Einsatzabläufe zu verbessern." Der Blick auf Industrie und Wirtschaft lasse erahnen, welche Möglichkeiten zukünftig noch ausgeschöpft werden können, um das System der Gefahrenabwehr digital zu optimieren.

Als Beispiele nannte Aschenbrenner die Lagedarstellung in Realzeit oder Entscheidungshilfen, die auf künstlicher Intelligenz basieren. Wichtig sei es, einen Innovationszyklus zu etablieren, der von der Bedarfsfeststellung bis zur Markteinführung den Digitalisierungsprozess in der Gefahrenabwehr abbildet.

Neben der Digitalisierung rückt die INTERSCHUTZ weitere wichtige Themen in den Mittelpunkt: Dazu zählt unter anderem der Bevölkerungsschutz . In Zeiten zunehmender Krisensituationen sind die Katastrophenschutz-Organisationen gefordert wie nie. Neueste Entwicklungen aus der Robotik sowie der Prototyp eines Pontonboots zeigen auf dem Stand des Technischen Hilfswerks, in welche Richtung der Bevölkerungsschutz in Zukunft gehen wird. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe stellt gemeinsam mit zahlreichen Partnern das Pilotprojekt "Labor Betreuung 5.000" vor. Bei der Johanniter-Unfall-Hilfe werden Rettungseinsätze per Virtual-Reality simuliert und damit die neuen Anforderungen an die Teams sichtbar gemacht.

Alternative Antriebe auf dem Vormarsch

Auch im Bereich der Fahrzeugtechnik erwarten die Gäste auf der INTERSCHUTZ spannende Produkt-Neuheiten. So werden alternative Antriebe für Einsatzfahrzeuge eine große Rolle spielen. Vorreiter ist hier der Weltkonzern Rosenbauer, der auf seinem Stand in Halle 27 unter anderem die erste vollelektrische Drehleiter der Welt präsentieren wird. Auch die Berliner Feuerwehr bringt ein Rosenbauer-Löschfahrzeug mit elektrischem Antrieb nach Hannover. Zudem werden E-Fahrzeuge für die Einsatzleitung oder den Krankentransport auf der Messe gezeigt.

Das Thema Elektromobilität liefert jedoch nicht nur vor dem Hintergrund der Nachhaltigkeit wichtige Impulse, auch die praktischen Herausforderungen und Besonderheiten von Batteriebränden werden auf der Messe diskutiert. So stellt der Akku eines Elektrofahrzeugs eine eigene und neue Brandquelle dar. Hierzu, aber auch zu anderen Themen können sich Einsatzsatzkräfte auf der INTERSCHUTZ in praxisnahen Live-Trainings ausbilden lassen. Die Nachfrage nach diesen Angeboten ist groß. So haben sich beispielsweise zur S-GARD SAFETYTOUR rund 500 Teilnehmer angemeldet.

Sechs Tage Spannung und Information

Zu den Highlights der INTERSCHUTZ zählen auch die Holmatro Rescue Challenge (Montag bis Freitag) sowie die Firefit European Championships (Montag bis Samstag), bei denen die fittesten Feuerwehrmänner und -frauen gegeneinander antreten. In voller Montur und mit Atemschutz muss unter anderem ein zwölf Meter hoher Turm erklommen und ein Feuerwehrschlauch heraufgezogen werden. Nach der Schlagmaschine durchlaufen die Teilnehmer eine kurze Slalomstrecke und nehmen dann einen gefüllten Feuerwehrschlauch auf, um ein Zielfeuer zu löschen. Im Endspurt gilt es eine 80-Kilogramm-Puppe ins Ziel zu retten. Man darf gespannt sein, ob der Weltrekord von 1,11 Minuten auf der diesjährigen INTERSCHUTZ geknackt wird.

Spannend wird es auch beim neuen Hackathon@INTERSCHUTZ – einem Wettbewerb zum Thema Zivil- und Katastrophenschutz (23. bis 25. Juni). Hierbei geht darum, wer die besten Ideen und Strategien entwickelt, um künstliche Intelligenz im Krisen- und Lagemanagement einzubinden. Ein Highlight wird unter anderem die Eröffnungsrede des ukrainischen Feuerwehr-Generals Serhiy Kruk am zweiten Tag des Hackathons, 24. Juni. Außerdem nimmt Kruk zusammen mit dem ehemaligen polnischen Ministerpräsidenten Waldemar Pawlak und weiteren Sprechern an einem Experten-Roundtable zum Thema Zivilschutz teil.

Der Bevölkerungsschutz steht auch im Mittelpunkt des CP-Symposiums vom 21. bis 22. Juni. Darüber hinaus gibt es verschiedene Vortragsbühnen an den Ständen der Partner und Aussteller. Das zentrale INTERSCHUTZ-Forum in Halle 26 lädt mit mehr als 130 Vorträgen zum Mitdiskutieren ein. Die Konferenz deckt alle wichtigen Aspekte der Messe ab und rückt jeden Tag ein Themenfeld in den Fokus: Vorbeugender Brandschutz (Montag), Bevölkerungs- und Katastrophenschutz (Dienstag), Waldbrand und Feuerwehr (Mittwoch), Digitalisierung (Donnerstag) und Rettungswesen (Freitag). Das Konferenzprogramm wird live ins Netz übertragen und bietet damit auch Interessierten, die in diesem Jahr nicht vor Ort sein können, die Möglichkeit, die INTERSCHUTZ mit all ihren spannenden Themen live zu verfolgen.

Die digitale Teilnahme umfasst darüber hinaus auch die Networking-Funktion, mit der sich Besucher von außerhalb digital über die INTERSCHUTZ-Website mit den Teilnehmern auf der Messe vernetzen können.

Plattform für den internationalen Austausch und gegenseitiges Lernen

Vernetzung und Austausch ist auch Ziel zahlreicher internationaler Feuerwehr- und Zivilschutz-Delegationen. Aus mehr als 15 Ländern, darunter auch weit gereiste Experten aus Australien, Indien, Malaysia, Saudi-Arabien, Singapur und Süd-Korea wollen die INTERSCHUTZ nutzen, um sich einen Überblick über die Weiterentwicklungen der Branche zu verschaffen und ihr Netzwerk auszubauen. "Die INTERSCHUTZ ist die Plattform Nr. 1 für den internationalen Austausch der Branche", unterstrich Köckler. Besonders freue er sich auf die drei Partnerländer Frankreich, Italien und USA, die von Dienstag bis Donnerstag im Fokus stehen Experten berichten auf den Länder-Gemeinschaftsständen sowie im Bühnenprogramm darüber, welche Besonderheiten es in Sachen Brandschutz, Sicherheit und Rettung in ihrem Land gibt.

Hilfe für die Ukraine

Neben den drei Partnerländern steht aus gegebenem Anlass zur diesjährigen INTERSCHUTZ auch die Ukraine im Mittelpunkt. Viele Feuerwehren und Hilfsorganisationen geben vor Ort, aber auch in den Nachbarländern, in denen die ukrainischen Flüchtlinge seit dem Ausbruch des Krieges unterkommen, täglich ihr Bestes. Um einen aktiven Beitrag zu leisten und die Menschen in der Ukraine, aber auch die dort ansässigen Feuerwehren und Rettungseinheiten zu unterstützen, hat die INTERSCHUTZ eine Spendenaktion ins Leben gerufen: "Wir werden für jeden Messebesucher der INTERSCHUTZ einen Euro für den guten Zweck spenden", kündigte Köckler an. Die Spende fließt zu 100 Prozent an die vom Deutschen Feuerwehrverband (DFV) organisierte "Feuerwehrhilfe Ukraine" und wird am Samstag, 25. Juni, im Rahmen der DFV-Delegiertenversammlung den Verantwortlichen übergeben.

Tickets & Corona-Richtlinien

Tickets für die INTERSCHUTZ können auf der Website der INTERSCHUTZ (www.interschutz.de) oder an den Tageskassen in den Eingängen (Nord 1, West 1 und 2, Süd 1) erworben werden. Ein Tagesticket kostet 24 Euro, ermäßigt 19 Euro. Die Dauerkarte für die gesamte Messezeit liegt bei 54 Euro. Einlass ist von Montag bis Samstag jeweils von 9 bis 18 Uhr. Die digitalen Angebote (Konferenz, Networking) können kostenfrei genutzt werden.

Es gibt keine Corona-bedingten Zugangsbeschränkungen zum Messegelände mehr. Es werden weder der Impfstatus abgefragt, noch ist ein negativer Corona-Testnachweis erforderlich. Außerdem gibt es keine generelle Maskenpflicht, für den persönlichen Schutz wird allerdings das Tragen einer Maske in den Innenräumen empfohlen. Auf den Messeständen gelten die Vorgaben der jeweiligen Aussteller. Im öffentlichen Nahverkehr herrscht nach wie vor eine Maskenpflicht.

Fotos: © 14.06.2022 Matthias Falk - hannover_fotografie
von Matthias Falk 27. März 2025
Das „Ja-Wort“ in der traumhaften Kulisse der Marktkirche Hannover Der 25.05.25 ist ein besonderes Datum für einen besonderen Moment. Darum lädt die Marktkirche an diesem Tag zu einer Candle-Light-Trauung ein. In romantischer Atmosphäre der mit Kerzen beleuchteten Kirche können sich Paare, die kirchlich getraut werden möchten und bereits standesamtlich verheiratet sind, in der Zeit von 18-24 Uhr das „Ja-Wort“ geben. Egal, ob die standesamtliche Trauung ganz frisch oder schon Jahrzehnte her ist. Der Wunsch nach Gottes Segen für den gemeinsamen Lebensweg steht im Mittelpunkt. Die persönlich gestaltete Trauung dauert maximal 25 Minuten, passend zum Datum. Das Hochzeitspaar kann allein oder in kleiner Runde mit Familie und Freunden oder mit vielen Gästen diesen besonderen Moment begehen. Die Teilnahme ist kostenlos. Bei einem Vorgespräch können alle Details persönlich geplant werden, damit dieses Ereignis zu einem unvergesslichen Erlebnis wird. Um Anmeldung bis spätestens zum 10. Mai 2025 wird gebeten. Online-Anmeldung unter: https://www.formulare-e.de/f/candle-light-trauung-marktkirche oder telefonisch bei Pastor Stephan Lackner in der Wiedereintrittsstelle - Kirche im Blick: 0511-3536836 . Alle Informationen sowie den Link zur Online-Anmeldung finden Interessierte auch auf www.kirche-hannover.de . Fotos: © 27.03.2025 Matthias Falk - hannover_fotografie
von Matthias Falk 27. März 2025
Revolutionäre Therapie im psychiatrischen Fachpflegeheim der Dr. med. Anne M. Wilkening GmbH - Virtueller 3D-Hologrammdelfin D3LFY feiert Premiere in Hannover Der virtuelle 3D-Hologrammdelfin D3LFY wird erstmals in Hannover an psychisch erkrankten Senior*innen und Demenzpatient*innen getestet. Diese innovative Technologie zielt darauf ab, die bewährten Ansätze der Delfintherapie auf eine innovative und nachhaltige Weise neu zu interpretieren. Seit den 1970er Jahren wird die Delfintherapie zur Unterstützung von Menschen mit körperlichen, emotionalen und kognitiven Herausforderungen eingesetzt. Doch trotz ihrer Wirksamkeit gibt es auch Kritik: der aufwendige und teure Zugang, ethische Bedenken bezüglich der Haltung von Delfinen in Gefangenschaft und die Notwendigkeit, an spezifische Orte zu reisen, um die Therapie zu erleben. D3LFY soll als eine nachhaltige Alternative an den Bewohner*innen des psychiatrischen Fachpflegeheimes der Dr. med. Anne M. Wilkening GmbH getestet werden. Durch die Kombination modernster Hologrammtechnik mit realen Bewegungsmustern und authentischen Delfingeräuschen bietet D3LFY eine realistische und interaktive Erfahrung, ohne dass man ins Wasser steigen oder weit reisen muss. D3LFY ist das Resultat der Forschung und technologischer Entwicklung vom Münchner Startup SO GEHT WOW, bei der die Bewegungen und Geräusche echter Delfine in ein detailgetreues 3D-Modell übertragen wurden. D3LFY soll bei den Bewohner*innen zur Unterstützung bei Stressabbau, zur Förderung der sozialen Interaktion und als Motivation in der Physiotherapie eingesetzt werden. Erste Ergebnisse zeigen, dass virtuelle Erlebnisse, die starke emotionale Reaktionen hervorrufen, ähnliche positive Effekte wie reale Erlebnisse haben können. Durch die täuschend echte Darstellung des Delfins kann das Gehirn Berührungen und Interaktionen simulieren, was die Ausschüttung von “Kuschelhormonen” wie Oxytocin fördert und Stresshormone wie Cortisol senkt. Mit D3LFY wird die Vision einer inklusiven und barrierefreien Therapie Wirklichkeit. Menschen bis ins hohe Alter und mit unterschiedlichsten Bedürfnissen können von den Vorteilen dieser innovativen Technologie profitieren. Hannover wird zum Schauplatz einer Premiere, die das Potenzial hat, die therapeutische Landschaft nachhaltig zu verändern. Senior*innen und Demenzpatient*innen treffen erstmals den virtuellen Hologramm-Delfin D3LFY! Fotos/Video: © 27.03.2025 Matthias Falk - hannover_fotografie
von Matthias Falk 27. März 2025
Hannovers Sightseeing-Bus fährt jetzt vollelektrisch! Hannover setzt ein weiteres Zeichen für umweltfreundliche Mobilität: Ab sofort fährt der beliebte Hop-on-Hop-off-Sightseeing-Bus mit einem vollelektrischen Antrieb durch die Stadt. Damit wird das touristische Angebot noch nachhaltiger und leistet einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz. Auch in der Region Hannover spielt nachhaltige Mobilität eine immer größere Rolle. Zahlreiche Umlandkommunen setzen bereits auf klimafreundliche Verkehrskonzepte, um den Tourismus umweltfreundlicher zu gestalten. Die Einführung des Elektro-Sightseeing-Busses in Hannover ist ein weiterer Schritt, um das touristische Erlebnis in der gesamten Region zukunftsfähig zu machen – leise, emissionsfrei und komfortabel. Mit diesem Ausbau nachhaltiger Angebote stärken Hannover und die Region ihr Profil als attraktive und umweltbewusste Destination und zeigen, dass Tourismus und Klimaschutz Hand in Hand gehen können. Gemeinsam mit Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay und Regionspräsident Steffen Krach weiht die Hannover Marketing & Tourismus GmbH (HMTG) den Elektrobus am 27. März ein. Zahlen, Daten, Fakten zu Hannovers neuem elektrischen Sightseeing-Bus Der auf E-Antrieb umgerüstete Doppeldecker-Bus übernimmt ab dem 1. April die offiziellen Stadtrundfahrten in Hannover. In der Sommersaison ergänzt an Samstagen ein Hybrid- Doppeldecker den Elektrobus, um die höhere Nachfrage zu bedienen. Der E-Bus verbindet Komfort mit moderner Technik und ermöglicht es Besucherinnen und Besuchern, die Sehenswürdigkeiten Hannovers emissionsfrei zu entdecken. Die Umstellung auf Elektromobilität reduziert nicht nur CO₂-Emissionen, sondern sorgt auch für eine leisere Fahrt – ein Gewinn für Umwelt und Stadtbild gleichermaßen. Der Bus hat 73 Plätze. Seine Batteriekapazität liegt bei 240 kWh (zum Vergleich, ein durchschnittlicher PKW hat rund 60-75 kWh). Damit kommt er auf eine Reichweite von rund 200 Kilometern. Eine Hop-on-Hop-off-Tour durch Hannover beträgt 24 Kilometer. Insgesamt legt der Doppeldecker mit An- und Abreise vom/zum Depot rund 130 Kilometer am Tag zurück. Das Fahrzeug kann mit 150 kW in 90 Minuten oder mit 22 kW in 8 bis 10 Stunden geladen werden – und das ausschließlich mit grünem Strom. Sechs Batteriepakete sind in dem Fahrzeug verbaut. Anders als bei klassischen Linienbussen, wo die Batterien auf dem Dach verbaut werden, befinden sich in dem „Cabrio“ die Batterien im Fahrgastraum. Mehr Informationen zu Stadtrundfahrten im Doppeldeckerbus finden Sie hier. Hannover ist Teil des bundesweiten Projekts zur Umrüstung von Stadtrundfahrtbussen auf Elektroantrieb Das Projekt „Umrüstung von 25 Doppeldecker-Stadtrundfahrten Bussen für den genehmigten Linienverkehr in insgesamt neun Städten in Deutschland auf batteriebetriebene Elektrofahrzeuge als Depotlader“ wird im Rahmen der „Richtlinie zur Förderung von Bussen mit alternativen Antrieben im Personenverkehr“ mit insgesamt 6,5 Millionen Euro durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) gefördert. Fördermittel dieser Maßnahme werden auch im Rahmen des Deutschen Aufbau- und Resilienzplans (DARP) über die europäischen Aufbau- und Resilienzfazilitäten (ARF) im Programm NextGenerationEU bereitgestellt. Die Förderrichtlinie wird von der NOW GmbH koordiniert und durch den Projektträger Jülich (PtJ) umgesetzt. Das Vorhaben wird im Rahmen der „Richtlinie zur Förderung von Bussen mit alternativen Antrieben im Personenverkehr“ mit insgesamt 6,5 Millionen Euro durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) gefördert. Fördermittel dieser Maßnahme werden auch im Rahmen des Deutschen Aufbau- und Resilienzplans (DARP) über die europäischen Aufbau- und Resilienzfazilitäten (ARF) im Programm NextGenerationEU bereitgestellt. Die Förderrichtlinie wird von der NOW GmbH koordiniert und durch den Projektträger Jülich (PtJ) umgesetzt. Fotos/Video: © 27.03.2025 Matthias Falk - hannover_fotografie
von Matthias Falk 11. März 2025
„Es ist angerichtet!“: Kleines Fest im Großen Garten – Vorverkauf startet am 15. März um 10 Uhr Künstlerischer Leiter Casper de Vries stellt das Motto „Es ist angerichtet!“ vor Vorstellung des neuen Plakatmotivs für das Kleine Fest Rund 72.000 Karten für 18 Termine vom 8. bis 27. Juli 2025 Das Kleine Fest im Großen Garten findet 2025 vom 8. bis 27. Juli statt und präsentiert wie immer herausragende internationale Künstler*innen. In diesen Wochen finalisiert der künstlerische Leiter Casper de Vries das Programm. Wie in den Vorjahren besteht es aus den Elementen Akrobatik, Clownerie, Jonglage, Straßentheater und mobilen Shows. Ergänzt wird es durch Vorstellungen aus den Bereichen Urban Dance, Performance und interaktiven Installationen. Das Motto, das immer wieder im Programm aufblitzt, heißt in diesem Jahr „Es ist angerichtet!“ Bildungs- und Kulturdezernentin Eva Bender erinnert der gedeckte Tisch an einen Ort der Begegnung: „Das Kleine Fest im Großen Garten ist einmalig und lebt Vielfalt – es führt uns in Hannover alle zusammen an einen Tisch, wie man auf dem Werbemotiv sehen kann: den Großen Garten. Es lässt uns zusammenrücken – Familien, Paare und Singles, Freundesgruppen, Jung und Alt, Neubürger*innen und Alteingesessene – und lädt zum Austausch ein. Wir alle kennen das von zu Hause: am Tisch ist es meist unterhaltsam. Neben alltäglichen Gesprächen wird gelacht, geweint (auch aus Freude!) und es wird eben auch mal diskutiert. Das Kleine Fest ist eine Einladung an alle, miteinander ins Gespräch zu kommen, zusammen herausragende Vorstellungen zu erleben und uns auch bewusst zu machen, was wir genießen können: ein friedvolles Miteinander, gemeinsames Erleben und Teilen und natürlich die wunderbaren Herrenhäuser Gärten.“ De Vries lässt das Motto auf verschiedene Weisen in das Programm einfließen. Zum einen wird das Thema Essen in einigen Acts physisch eine Rolle spielen. In anderen Acts wird Ernährung oder Essenszubereitung ein Thema beziehungsweise Bild sein, mit dem die Künstler*innen kreativ arbeiten: zum Beispiel durch die Vegetable Nannies: Hier werden Gemüsebabys von liebevollen Babysittern umsorgt und großgezogen. Ein vergnügliches Figurenspiel der britischen Theatercompagnie Plunge Boom, bei dem auch das Publikum selbst Hand anlegen kann. Auch im übertragenen Sinn hat der künstlerische Leiter den Tisch reichlich gedeckt und angerichtet. Casper de Vries: „Ich möchte die Besucher*innen dazu einladen, an diesem reich gedeckten Programmtisch Platz zu nehmen und sich die Trauben herauszupicken, die ihnen munden. Ein feines Essen für alle und Haute Cuisine für Liebhaber*innen. Genießen Sie die Auswahl bekannter Aromen, die Ihnen Freude bereiten oder entscheiden Sie sich für ein überraschendes Gericht.“ Casper de Vries‘ Ziel ist, dass der Große Garten nicht als bloße Kulisse dient, sondern: „Der Garten soll immer in seinen Besonderheiten und in seinem Charakter mitspielen und selbst Akteur des Kleinen Fests sein.“ Plakatmotiv zum Motto Und natürlich ist auch das Plakatmotiv passend zum Motto gewählt. Es ist ein Fest der Farben und Sinne. Eine Marionettenhand hält einladend die Hand auf, scheint nach einem Eis zu greifen – aber Achtung, wer den dazugehörigen Act kennt, weiß: schnell kann das Eis wieder verschwinden. Die beiden Motive stehen sinnbildlich für Kunst (Figurenspiel) und Freude an der Performance (Eis-Ali), die das Kleine Fest ausmachen. Auch auf dem Plakat ist der Tisch reich gedeckt mit Elementen, die wie bei einem Wimmelbild nach und nach entdeckt werden können. Das Plakatmotiv spielt bewusst mit Brüchen und hat eine starke Verbindung zum Veranstaltungsort, dem Großen Garten, dem Barock und nicht zuletzt den Kleines Fest-Künstler*innen. Der Aufbruch zu Neuem liegt in den genannten Brüchen. Hier spielt das Kleine Fest verschmitzt mit den Gegensätzen: Klein und groß, mächtig und zierlich. Mit einem Augenzwinkern erinnert die Große Fontäne, die aus der Schale emporsteigt, daran, dass das Kleine Fest auch skurrile Momente verspricht. Casper de Vries: „Das Kleine Fest ist mit allen Sinnen zu genießen. Als Open-Air Veranstaltung müssen sich die Besuchenden mit dem Wetter auseinandersetzen. Und auch lukullisch, also üppig und erlesen, bietet das Kleine Fest für jeden und jede sein oder ihr ganz eigenes Glück, etwa durch ein selbst zusammengestelltes Picknick oder aber das gastronomische Angebot im Garten, oder gar beides in Kombination. Leise wie lautere Töne gehören ebenso zum Kleines Fest-Erlebnis wie es Verstecktes, Überraschendes und Bekanntes zu sehen und zu entdecken gilt. Es ist für alle Sinne gesorgt.“ Tickets Der Vorverkauf startet am 15. März um 10 Uhr über den Online-Ticketshop des Kleinen Fests. Um möglichst vielen Menschen die Chance auf eine Kleine Fest-Karte zu ermöglichen, werden zwei Kontingente an zwei verschiedenen Tagen freigeschaltet. Die Termine sind Samstag, 15. März, 10 Uhr und Samstag, 29. März, 10 Uhr. Der Ticketshop wird von der Webseite des Kleinen Fests aus erreichbar sein: www.kleines-fest-hannover.de. Unter dieser Webadresse sind auch weitere organisatorische Details zum Ablauf des Kleinen Fests abrufbar. Es ist bereits jetzt möglich, einen Account im Online-Ticketshop anzulegen, um ab dem 15. März einen raschen Kaufprozess zu gewährleisten. Pro Kaufvorgang ist der Erwerb von bis zu sechs Karten möglich. Die Eintrittspreise bleiben auch im Jahr 2025 unverändert: 37/17 Euro (Kinder bis 12 Jahre frei). Für Gäste ohne Internetzugang gibt es einen Vorverkauf bei allen HAZ & NP-Ticketshops und Geschäftsstellen in der Stadt und der Region Hannover. In der Innenstadt sind die HAZ & NP-Ticketshops im Musik Kiosk am Kröpcke (Georgstr. 35, neben dem Mövenpick) und Lange Laube 10 auch sonnabends geöffnet: https://tickets.haz.de/vorort/. Für die Vorverkaufsstellen sind zehn Prozent des Gesamtkontingents reserviert. Zu den Eintrittspreisen werden zehn Prozent Vorverkaufsgebühr erhoben, Kartenzahlung wird bevorzugt. Kurzentschlossene haben wie in den Vorjahren die Möglichkeit, an der Abendkasse Karten zu erwerben. Das Kleine Fest wird familienfreundlicher und regelt den eintrittsfreien Zugang für Kinder über das Lebensalter und nicht mehr über die Körpergröße. Dadurch haben jetzt Kinder bis 12 Jahre eintrittsfreien Zugang zum Kleinen Fest. Zeitplan Einlass Picknickwiese: ab 17 Uhr Einlass Festivalgelände: circa 17.45 Uhr Start Bühnenprogramme: 18 Uhr Gutscheinregelung/Erstattung Im Fall einer Absage oder des Abbruchs vor 19.30 Uhr: Für im Onlineshop des Kleinen Fest gekaufte Tickets gilt: Automatische Umwandlung in einen Gutschein, der zum Erhalt eines Tickets im Jahr 2026 berechtigt. Alternativ kann innerhalb einer Frist von zwei Wochen nach der ausgefallenen Veranstaltung über den Onlineshop eine Rückerstattung des Ticketpreises angefordert werden. Für Gutscheininhaber*innen wird 2026 ein vorgezogener exklusiver Vorverkauf eingerichtet. Für Tickets, die an den Vorverkaufsstellen gekauft wrden Es erfolgt keine automatische Umwandlung in einen Gutschein. Die Tickets müssen dort zurückgegeben werden, wo sie gekauft wurden. Die Erstattung des Ticketpreises erfolgt vor Ort. Bei Abbruch nach 19.30 Uhr gilt die Veranstaltung als durchgeführt. Präsenz auf Social Media Das Kleine Fest besitzt seit 2024 eine eigene Präsenz auf Social Media. Instagram ist unter @kleinesfesthannover zu erreichen, Facebook: Kleines Fest Hannover. Landeshauptstadt Hannover Fotos: © 11.03.2025 Matthias Falk - hannover_fotografie
von Matthias Falk 6. März 2025
150.000 Glasaale im Steinhuder Meer ausgesetzt Vier Millionen Aale für Niedersachsen! Aalschutz durch Angelvereine erreicht historischen Höchststand. Die vom Aussterben bedrohte Art ist Fisch des Jahres 2025. Angelvereine setzen sich aktiv für den Aalschutz ein. In Niedersachsen ist das Engagement nun auf einem Rekordniveau angekommen: Rund 4.000.000 Aale werden bis Juni durch Anglerinnen und Angler niedersachsenweit in rund 250 Flüsse und Bäche gebracht. Am 5. März startet die diesjährige Besatzkampagne mit dem Besatz von 2,5 Millionen Mini-Aalen, den sogenannten Glasaalen. Das Ziel des Programms: Der seit vielen Jahren festzustellende Rückgang der Aalpopulation in Niedersachsen soll gestoppt und umgekehrt werden. Eine Vielzahl von Faktoren, wie Stauwehre, Gewässerausbau oder illegaler Aalschmuggel nach Asien haben den schlangenförmigen Wanderfisch auf die Rote Liste gefährdeter Arten gebracht. Auch deshalb wurde der Aal zum Fisch des Jahres 2025 gekürt. Der Anglerverband Niedersachsen koordiniert in Niedersachsen das von Land und EU geförderte Aalbesatzprogramm und hat zum Aal-Jahr 2025 spannende Materialien zu seinem Lebenszyklus erstellt. Aale wandern bis zu 6.000 Kilometer, um sich zu paaren! Jedes Jahr, zumeist zwischen Januar und März, geschieht in der Nähe der Bermudas ein Naturwunder, das bis zu uns in Norddeutschland zu spüren sein wird: Große Aale von bis zu 1,5 m Länge paaren sich. Blankaale werden die Elterntiere aufgrund ihrer hellen Färbung genannt. Für den Liebesakt in der Sargassosee sind sie bis zu 6.000 km durch Europas Bäche, Flüsse, Meere und schließlich den Atlantik geschwommen, um danach im Alter von 10-30 Jahren Millionen von Eiern zu legen und ihr Leben zu beschließen. Aal-Nachwuchs reist drei Jahre lang zurück nach Europa Der Aal-Nachwuchs macht sich gleich nach dem Schlupf auf den Weg nach Europa. Die millimeterkleinen Larven entwickeln sich nach einigen Wochen zu sogenannten Weidenblattlarven – ein Name, den sie aufgrund ihres Aussehens erhalten. Zwei bis drei Jahre lassen sich die Jungtiere vom Golfstrom treiben. An den europäischen Küsten angekommen haben sich die Weidenblattlarven dann zu sogenannten Glasaalen gewandelt. Diese sehen ausgewachsenen Aalen von der Form schon ganz ähnlich, sind aber nur rund acht bis zehn Zentimeter lang und – wie der Name bereits verrät – durchsichtig. Die feinste Nase im Tierreich Glasaale wandern Flüsse und Bäche herauf, wo sie zu stattlichen Gelbaalen heranwachsen. Auf ihrer langen Reise nutzen die Tiere erstaunliche Fähigkeiten: Aale können so gut riechen, dass sie einen Tropfen Parfüm in der dreifachen Menge Wasser des Bodensees ausfindig machen könnten. Und wenn sich ihnen ein Hindernis in den Weg stellt, können sie kleine Strecken sogar schlängelnd über Land zurücklegen und dabei Luftsauerstoff über ihre Haut atmen. Doch seit einiger Zeit nimmt die Reise der Glasaale an Europas Küsten ein jähes Ende. Wasserkraftwerke werden zur Todesfalle Von den vor 40 Jahren in vielen Flüssen zu beobachtenden riesigen Schwärmen von Abermillionen Glasaalen ist heute fast nichts mehr geblieben. Seit den 1980er Jahren ist das Glasaal-Aufkommen an den europäischen Küsten um mehr als 95% zurückgegangen. Wasserkraftwerke und Wehre versperren wandernden Aalen ihren Weg flussaufwärts. Auch Blankaale, die den Rückweg antreten wollen, werden davon nicht verschont. Einmal in eine Turbine geraten, helfen den Tieren auch ihre bereits beschriebenen Fähigkeiten nicht weiter. Quetschungen, Stauchungen, Wirbelbrüche, Verstümmelungen und Tod sind die Folgen. Aktuell werden in deutschen Flüssen nach moderaten Schätzungen jährlich rund 270 Tonnen abwandernde Blankaale durch Wasserkraftanlagen und Kühlwasserentnahmen getötet. Das entspricht einer Zahl von rund einer halben Million getöteter Tiere. Fischtreppen und andere Wanderhilfen erfüllen häufig nicht ihren Zweck, weil sie von den Tieren beispielsweise nicht gefunden werden. Aal als Schmuggelware: Teurer gehandelt als Kokain! Damit nicht genug, werden zig Millionen Glasaale für den seit 15 Jahren illegalen Export nach Asien gefangen. Dort gelten die Tiere als Delikatesse. Das Geschäft ist lukrativ, die Strukturen mafiös: Der Schwarzmarktpreis für einen Kilogramm Aale liegt teils über dem von Elfenbein oder Kokain. Und noch mehr Probleme… Auch haben Aale natürliche Feinde: Krankheiten wie der Aalherpes, unappetitliche Parasiten wie der Schwimmblasenwurm oder Fressfeinde wie Kormorane oder Robben gehören beispielsweise dazu. Weitere menschengemachte Probleme sind Schadstoffe, wie Dioxine und nachteilige Veränderungen von Gewässerlebensräumen durch Begradigungen von Fließgewässern. Natürlich hat auch die Fischerei einen Einfluss. Doch gibt es seit dem Jahr 2023 in Niedersachsens Küstengewässern ein Aalfangverbot. Und: In Niedersachsen tun Angelvereine viel für den Arterhalt von Aalen. Hoffnung für den Aal Um dafür zu sorgen, dass in Norddeutschlands Flüssen trotzdem noch Aale vorkommen, koordiniert der Anglerverband Niedersachsen ein besonderes Programm: Glasaale werden in Frankreich von zertifizierten Fischereibetrieben mit streng regulierten Quoten gefangen und dann per Lastwagen an allen Hindernissen vorbei bis nach Niedersachsen gefahren. Dort werden sie von Angelvereinen wieder in die Freiheit entlassen. Die Kosten übernehmen zu 60% die EU und das Land Niedersachsen. Den Rest stemmen die Anglerinnen und Angler aus ihren Vereinskassen. Die ganze Aktion läuft im Rahmen des niedersächsischen Aalförderungsprogramms seit fast 15 Jahren. In diesem Jahr kommt noch eine großzügige Spende des Vereins Aalinitiative e.V. dazu. AVN-Biologe Ralf Gerken konstatiert: „Im Jahr 2025 haben wir ein Rekordhoch an Aalbestellungen unserer Angelvereine für den Arterhalt. Angler sind somit wichtige Stützen für den bedrohten Fisch und bringen weit mehr Tiere aus, als sie für den Eigenbedarf entnehmen.“ Diese Aussage wird auch durch den aktuellen Umsetzungsbericht zum nationalen Aalbewirtschaftungsplan unterstützt: Dieser scheint – auch dank der Besatzmaßnahmen der Angelvereine – endlich ein Ende des Abwärtstrends vom Aalbestand festzustellen. Trotzdem ist die Maßnahme nur eine Krücke und der Aalbestand alles andere als rosig. „Dauerhaft müssten Gewässer wieder durchgängig werden und illegaler Aalschmuggel unterbunden werden“, so Gerken. Anglerverband Niedersachsen e.V. (AVN) Fotos: © 06.03.2025 Matthias Falk - hannover_fotografie
von Matthias Falk 6. März 2025
FW Hannover: Explosion bei der Continental AG Hannover (ots) Am Donnerstagvormittag kam es im Stadtteil Vahrenwald zu einer Explosi-on im Werk der Continental AG. Eine Person ist leicht verletzt und sechs Personen sind betroffen. Die Feuerwehr Hannover hatte vorsorglich den Sonderalarmplan "Massenanfall von Verletzten" ausgelöst. Gegen 10:15 Uhr ging ein Anruf eines Anwohners und nahezu zeitgleich der Werkfeuerwehr aus dem Werk der Continental AG bei der Regionsleitstelle mit dem Hinweis auf eine Explosion ein. Daraufhin löste die Regionsleitstelle sofort Alarm für zwei Löschzüge der Berufsfeuerwehr, die Ortsfeuerwehr Vinnhorst und den Rettungsdienst aus. Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte wurde die Explosion an einem Heizkessel im 5. Obergeschoss des Gebäudes bestätigt. Die daraus resultierende große Druckwelle führte zu sichtbaren Schäden. Unter anderem waren mehrere Fenster zerborsten und die Fensterrahmen herausgerissen. Aus Sicherheitsgründen wur-de die Philipsbornstraße gesperrt. Anfangs wurden zwei verletzte Personen und fünf Betroffene gemeldet, weshalb die Regionsleitstelle auf Anweisung der Ein-satzleitung daraufhin die Alarmstufe MANV 10 (Massenanfall von Verletzen von bis zu 10 Personen) auslöste. Dies umfasst unter anderen die Alarmierung eines weiteren Löschzuges, der aber nicht zum Einsatz kam. Die verletzten und betroffenen Personen wurden vom Rettungsdienst gesichtet. Nach näheren Erkenntnissen wurde die Anzahl der Verletzten auf eine Person korrigiert, sodass sich bei dem Einsatz eine Person leicht verletzte, die in ein Krankenhaus transportiert wurde und sechs Personen betroffen waren, die an werksärztlichen Dienst der Continental AG übergeben wurden. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr sicherten insbesondere mit Drehleiterfahrzeugen die Fassade vor herabfallenden Teilen, um eine Gefährdung für den öffentlichen Raum auszuschließen. Nach dem Ende aller Einsatzmaßnahmen wurde das Gebäude von einem Statiker begutachtet und die Einsatzstelle an die Continental AG übergeben. Am Nachmittag wurde die Philipsbornstraße wieder für den Verkehr freigegeben. Zur Schadenhöhe kann keine Aussage getroffen werden. Die Feuerwehr und der Rettungsdienst der Stadt Hannover und der Werkfeuer-wehr der Continental AG waren insgesamt mit rund 70 Einsatzkräften und rund 28 Fahrzeugen im Einsatz. Feuerwehr Hannover Fotos:/Video: © 06.03.2025 Matthias Falk - hannover_fotografie
von Matthias Falk 27. Februar 2025
POL-H: Hannover-Bult: Mutter und Kind laufen auf die Fahrbahn und werden von Pkw erfasst - Zeugen gesucht! Bei einer Kollision mit einem Transporter im hannoverschen Stadtteil Bult sind am Mittwoch, 26.02.2025, eine 32 Jahre alte Frau und ihr dreijähriges Kind teils schwer verletzt worden. Die Polizei hat die Ermittlungen zum Unfallhergang aufgenommen und bittet um Zeugenhinweise. Nach bisherigen Erkenntnissen des Verkehrsunfalldienstes Hannover befanden sich die 32-Jährige und ihr dreijähriger Sohn gegen 11:45 Uhr am südöstlichen Ende der Stadtbahnhaltestelle "Kinderkrankenhaus auf der Bult". Sie wollten die Fahrbahn in Richtung Kinderkrankenhaus überqueren. Zeitglich befuhr ein 67-jähriger Fahrer eines VW-Transporters den Bischofsholer Damm aus der Innenstadt kommend auf dem rechten von zwei Fahrstreifen. Als sich das Fahrzeug näherte, rannte das Kind los, seine Mutter folgte ihm. Dabei kam es zur Kollision zwischen dem Pkw des 67-Jährigen und mindestens der Mutter. Sowohl die Mutter als auch das Kind stürzten nach dem Aufprall. Der hinzugerufene Rettungsdienst brachte die schwer verletzte Mutter und das leicht verletzte Kind mit jeweils einem Rettungswagen in ein Krankenhaus. Der Fahrer des Transporters blieb unverletzt. Am Fahrzeug entstand Sachschaden, dessen Höhe die Polizei mit 1.500 Euro beziffert. Ein freiwilliger Atemalkoholtest bei dem Fahrzeugführer ergab einen negativen Wert. Für die Dauer der Rettungsmaßnahmen und der Unfallaufnahme, die unter anderem mit Hilfe einer Drohne durchgeführt wurde, musste die Unfallstelle bis 15:00 Uhr gesperrt werden. Die Polizei Hannover ermittelt wegen der fahrlässigen Körperverletzung und bittet Zeugen, die Hinweise zum Unfallhergang geben können, sich beim Verkehrsunfalldienst Hannover unter der Telefonnummer 0511 109-1888 zu melden. /nash Polizei Hannover Foto: © 27.02.2025 Matthias Falk - hannover_fotografie
von Matthias Falk 27. Februar 2025
Gänsefeder, Pelikano, Tastatur - Was bedeutet Schreiben? Ein Medium der Kommunikation im Wandel der Zeit Vom 2. März 2025 an können Besucher*innen am Pelikanplatz 21 in Hannover eine faszinierende Zeitreise durch die Geschichte des Schreibens und seiner Werkzeuge unternehmen. Die Ausstellung wurde vom Pelikan TintenTurm in Zusammenarbeit mit dem Historischen Museum entwickelt. Schriftkulturen haben sich über Jahrtausende entwickelt, ebenso die dazugehörigen Geräte und Schriftzeichen. Aber längst nicht alle Menschen konnten und können schreiben. Lange Zeit gehörte Schreiben zum Expertenwissen. Das Erlernen von Schreiben wurde in Europa seit dem Mittelalter in Schulen systematisch angeleitet und war nur wenigen Menschen vorbehalten. Erst mit der allgemeinen Schulpflicht von 1919 war gewährleistet, dass die breite Masse der Bevölkerung das Schreiben erlernte. Im Zentrum der Ausstellung stehen der 1960 entwickelte und eingeführte Pelikano Patronenfüller sowie die Vereinfachte Ausgangsschrift, bei deren Entwicklung die Firma Pelikan maßgeblich beteiligt war. Diese mittlerweile weit verbreitete Schrift solite Schüler*innen das Erlernen des Schreibens erleichtern. „Wir freuen uns sehr, gemeinsam mit dem Historischen Museum diese Ausstellung zu realisieren und die Entwicklung des Schreibens - von der Gänsefeder über den Pelikano-Füllhalter bis hin zur modernen Tastatur - erlebbar zu machen. Als Teil der Hamelin Group setzen wir die traditionsreiche Geschichte von Pelikan fort und blicken zugleich in die Zukunft des Schreibens. Die Ausstellung bietet eine wunderbare Gelegenheit, diesen Wandel zu zeigen und mit den Besuchern in den Austausch zu treten" Jens Kollecker/Stefan Warkalla, Hamelin Brands/Pelikan „Das Historische Museum Hannover ist während seiner Schließung regelmäßig mit ,Geschichte unterwegs' und wir freuen uns besonders, im Pelikan TintenTurm zu Gast sein zu dürfen. Das ganze Pelikanviertel ist ein beeindruckendes Zeugnis der Hannoverschen Industriegeschichte. Auch rund um das Sammeln von Produk-ten, Werbemateralien und anderen Objekten aus dem Kontext der Industriege-schichte verbindet das Historische Museum und das Pelikan Archiv eine lange Zu-sammenarbeit." Anne Gemeinhardt, Direktorin der Museen für Kulturgeschichte. Der Pelikan Tinten Turm ist ein beeindruckender historischer Konferenzsaal, der 1913 von der Firma Pelikan erbaut wurde. Zur damaligen Zeit war der Tinten Turm der größte Besprechungsraum Deutschlands. Heute beherbergt er neben einem Pelikan Museum, einem Werksverkauf und dem Archiv auch Veranstaltungen und Sonderausstellungen, wie die aktuelle Kooperation mit dem Historischen Museum Hannover. Der Tinten Turm ist seit 2017 ein zentraler Ort für Kultur und Unternehmensgeschichte und bietet einen einzigartigen Einblick in die Erfolgsgeschichte der Marke Pelikan. Historisches Museum Hannover Fotos: © 27.02.2025 Matthias Falk - hannover_fotografie
von Matthias Falk 26. Februar 2025
Artenschutztage im Erlebnis-Zoo - Spannende Rallye und Mitmachaktionen rund um den Artenschutz Anlässlich des Internationalen Tages des Artenschutzes (UN World Wildlife Day) dreht sich im Erlebnis-Zoo am 08./09. März alles rund um den Artenschutz und die Schutz-Projekte des Zoos. Auf kleine Gäste (6-10 Jahre) und ihre Familien wartet ein abwechslungsreiches Programm voller spannender, informativer und kreativer Aktivitäten. Bei der Artenschutz-Rallye durch den Zoo gilt es, knifflige Fragen zu beantworten. Wie viele Artenschutzprojekte hat der Erlebnis-Zoo Hannover? Vor was müssen Östliche Spitzmaulnashörner geschützt werden? Welchen IUCN-Bedrohungsstatus hat der Asiatische Elefant? Wer die Tiere beobachtet und die informative Beschilderung liest, wird ganz schnell so schlau wie ein Fuchs. Die Rallyeauswertung erfolgt direkt im Anschluss im Forscherzimmer. Die Rallye wird kostenlos in der Zoo-App angeboten. Im Forscherzimmer in der Zoo-Wissenswelt „Zoologicum“ gibt es weitere spannende Mitmach-Angebote für die jungen Artenschützenden. Hier wird gebastelt, gemalt und geforscht! Und die Scouts des Erlebnis-Zoo erzählen tierische Spannendes zu den Tieren und Artenschutzprojekten des Zoos. Der Besuch der Aktionen rund um den Artenschutz ist im Zoo-Eintrittspreis enthalten. Für einige Kreativ-Materialien (z.B. Beutel bemalen) fallen Kosten an. Wann: 8./9. März, jeweils von 11:15 – 16:00 Uhr Wo: Erlebnis-Zoo Hannover, Adenauerallee 1, 30175 Hannover Hintergrund Der Tag des Artenschutzes (UN World Wildlife Day) ist ein im Rahmen des Washingtoner Artenschutzübereinkommens eingeführter Aktions- und Gedenktag, der jährlich am 3. März stattfindet. Das Washingtoner Artenschutzübereinkommen, auch bekannt als CITES (Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora), wurde 1973 angesichts des dramatischen Rückgangs vieler Arten durch Wilderei und internationalen Handel geschlossen. Deutschland gehört zu den Erstunterzeichnern. Ziel des Abkommens ist es, das Überleben dieser Arten zu sichern und ihren Handel nachhaltig zu gestalten. Inzwischen gehören dem Übereinkommen weltweit 184 Vertragsparteien an, also knapp 95 Prozent aller Staaten der Welt. Es umfasst derzeit etwa 6610 Tier- und 34.310 Pflanzenarten. Weitere Informationen: www.bmuv.de/themen/artenschutz/internationaler-artenschutz/cites Erlebnis-Zoo Hannover Fotos: © 26.02.2025 Matthias Falk - hannover_fotografie
von Matthias Falk 26. Februar 2025
350 Jahre Großer Garten: Ausstellungen und Veranstaltungen im Jubiläumsjahr 350 Jahre Großer Garten – Hannover wertschätzt sein barockes Erbe mit reichem Kulturprogramm 2025 feiern die Herrenhäuser Gärten ein besonderes Jubiläum: Der Große Garten, eine der bedeutendsten Barockanlagen Europas, wird 350 Jahre alt. Hannover würdigt sein wertvolles Erbe mit einem umfassenden Kultur- und Informationsprogramm in den kommenden Monaten. Den Auftakt macht die Ausstellung „Gartenkunst aus Meisterhand“ in der Orangerie Herrenhausen. Sie zeigt vom 14. Februar bis 6. April und später noch einmal vom 18. Juli bis 5. Oktober die Geschichte des Gartens mit dem Schwerpunkt Orangeriekultur. Zwischen Palmen, Zitrusbäumchen und anderen subtropischen Pflanzen informieren 14 reich bebilderte Stationen über die aufwändige Pflege der kostbaren Herrenhäuser Kübelpflanzensammlung einst und heute. Orangerie wieder in der ursprünglichen Funktion Die Orangerie, längst ausschließlich Veranstaltungsort, präsentiert sich im Jubiläumsjahr wieder in ihrer ursprünglichen Funktion als Überwinterungshaus. Besucher*innen können die Spuren der früheren Nutzung entdecken, zum Beispiel den einstigen Heizgang oder den historischen Wagen für den Transport der großen Pflanzen. Das Rahmenprogramm zur Ausstellung bietet Vorträge, Führungen und Konzerte sowie ein Citrus-Fest am 15. und 16. März. Im Shop „Limoni“ sind besondere Zitruspflanzen und Zitrus-Souvenirs erhältlich. Zur Eröffnung der Ausstellung sagte Oberbürgermeister Belit Onay: „Dieser besondere Geburtstag ist mehr als nur ein Rückblick auf 350 Jahre Geschichte – er lädt uns ein, über die Bedeutung dieses Gartens nachzudenken. Wir feiern die Herrenhäuser Gärten als Aushängeschild unserer Stadt, ein Zentrum des kulturellen Lebens und ein Ort, der Geschichte atmet und dennoch offen für die Zukunft ist.“ Gärten stärken Kulturstandort Hannover Kulturdezernentin Eva Bender betont: „Für Hannover bedeuten die Herrnhäuser Gärten nicht nur einen Ort der Ruhe und Erholung, sondern auch eine Brücke zwischen Tradition und Moderne. Sie sind ein kultureller Leuchtturm, der über die Grenzen unserer Stadt hinausstrahlt und Hannover als Kulturstandort stärkt. Sie waren Grenzen unserer Stadt hinausstrahlt und Hannover als Kulturstandort stärkt. Sie waren und sie sind indentitätsprägend für unsere Stadt.“ Der Große Garten entstand ab 1675 und ist der älteste der vier Herrenhäuser Gärten, zu denen auch der Berggarten, der Georgengarten und der Welfengarten gehören. Der Große Garten wurde als repräsentativer Lustgarten der fürstlichen Sommerresidenz angelegt und nach und nach ausgebaut. Der südliche Teil aus dem 18. Jahrhundert diente früher dem Anbau von Obst. Schon ab 1763 war der Garten auch für Publikum geöffnet. 1966 feierte die Stadt den 300. Geburtstag des Gartens – irrtümlich, wie man heute weiß. Die Historikerin Heike Palm hat anhand historischer Quellen nachgewiesen, dass 1675 das korrekte Geburtsjahr ist. Enormer Aufwand für die Pflanzenkultur Den Aufwand, der einst für die Pflanzenkultur betrieben wurde, kann man sich heute kaum vorstellen. Die Ausstellung führt vor Augen, was alles nötig war, damit die hannoverschen Herrscher kostbare Zitrusgewächse präsentieren konnten. Sie ließen dazu unter anderem eigens dafür das Galeriegebäude und das Orangeriegebäude errichten, in Stand halten und umbauen. Damit die Gewächse im Sommer standesgemäß gezeigt werden konnten, legte man einen repräsentativen Platz im Garten an, den Orangenplatz. Gärtner Georg Ernst Tatter wurde 1734 mitsamt seiner Exotensammlung eingekauft und begründete die Kübelpflanzentradition der Herrenhäuser Gärten. Die Sammlung umfasst heute rund 1000 Exemplare. Hinzu kamen früher hohe Kosten für die Gefäße und der aufwändige Transport zur Ein- und Auswinterung. Im 18. Jahrhundert stellte die Gartenverwaltung im Frühjahr und im Herbst für vier Tage 80 Männer dafür ein. Die Beheizung der Orangerie in den Wintermonaten war bis Ende des 19. Jahrhunderts, als Warmwasserheizungen installiert wurden, problematisch. Holz und Torf kamen in großen Öfen zum Einsatz. Ein Versuch mit Kohle ließ die kostbaren Pflanzen eingehen. Zitrusfrüchte bereicherten den Speiseplan Die aufwändig kultivierten Zitrusfrüchte waren nicht nur zum Anschauen da. Sie bereicherten auch den fürstlichen Speiseplan, hauptsächlich in Form von Süßspeisen und Limonaden. So arbeiteten in der „Zuckerkammer“ der hannoverschen Hofküche um 1700 zwei französische und zwei deutsche Konditoren. Sie zauberten raffinierte Desserts sowie Limonaden und konservierten Früchte; überschüssige Früchte wurden verkauft. Die Ausstellung zeigt in Text und Bild die Facetten der aufwändigen Pflanzenkultur im Laufe der Jahrhunderte. Zum Vergleich wird die heutige gärtnerische Praxis dargestellt, die ein Kern-Team von fünf Mitarbeiter*innen leistet. Prof. Dr. Anke Seegert, Direktorin der Herrenhäuser Gärten, sagte anlässlich der Ausstellungseröffnung in der Orangerie „Wir freuen uns sehr, dass dieser historische Überwinterungsort einmal wieder mit Palmen und duftenden Zitruspflanzen zu erleben ist. Die Ausstellung bietet Gartengeschichte für alle Sinne – fundiert, farbenfroh, fröhlich und unterhaltsam“. Vorträge, Führungen und ein Citrus-Fest Die Themen der Ausstellung werden in einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm vermittelt, in Vorträgen und Führungen mit Historiker*innen und Orangerieexpert*innen. Beim Citrus-Fest am 15. und 16. März bieten die Profis der Herrenhäuser Gärten praktische Beratung zur Zitruspflege, zum Schnitt und zur Veredelung. Hinzu kommen Mitmachaktionen für jüngere und ältere Besucher*innen. Internationale Fachleute halten Vorträge. Zweimal wird die Ausstellung zur Bühne für klassische Konzerte: Am 25. Februar erklingen in der Reihe „Herrenhausen Barock“ Werke der begeisterten Gärtner Telemann und Händel. John Cages Sound der Botanik kann man am 28. März erleben. Ein Faltblatt und die Internetseiten der Herrenhäuser Gärten informieren ausführlich über alle Termine. Orangenplatz nach altem Vorbild hergerichtet Der Große Garten selbst wurde zum 350. Geburtstag herausgeputzt. Der Orangenplatz vor dem Galeriegebäude ist wieder so angelegt worden, wie er im 18. Jahrhundert aussah. Er bietet der kostbaren Zitrussammlung ab Mitte Mai eine sommerliche Bühne, jetzt wieder ohne historisierende Elemente der 1960er Jahre. Im Feigengarten hinter der Grotte von Niki de Saint Phalle offenbaren die überarbeiteten Erdgewächshäuser, wie raffiniert sie früher zur Treiberei beheizt wurden. Der Pferdemist, der einst für Wärme sorgte, kommt allerdings nicht mehr zum Einsatz. Auch Obstanbau ist im Großen Garten wieder zu finden. Einer der sogenannten Triangelgärten am Südostende des Großen Gartens nahe der Großen Fontäne ist mit Apfelbäumen in historischen Sorten bepflanzt worden, um an die frühere Funktion als Nutzgarten zu erinnern. Pflanzenliebhaber*innen können sich auf das Aurikeltheater freuen: Die farbenfrohen Frühblüher präsentieren sich im April nach historischem Vorbild auf Holzgestellen. Zur Barockzeit erfreuten sich die zarten Blumen besonderer Beliebtheit, noch heute sind sie begehrte Sammlerstücke. Kulturprogramm zum Jubiläum auch im Sommer Ab Mitte Juli bis Anfang Oktober ist die Ausstellung „Gartenkunst aus Meisterhand“ erneut in der Orangerie zu sehen. In der Sommersaison finden weitere Vorträge und Führungen zum Jubiläum statt und auch das Kulturprogramm in den Herrenhäuser Gärten steht im Zeichen des Geburtstags, zum Beispiel der Internationale Feuerwerkswettbewerb. Ein Höhepunkt ist das Sommerfest am 23. August. Gemeinsam mit Partner*innen laden die Herrenhäuser Gärten Jung und Alt zu einem bunten Programm mit Musik, Spiel und Spaß im Großen Garten ein. Der Vorverkauf für das Sommerfest beginnt am 3. April. Die Stiftung Niedersachsen und die Klosterkammer Hannover fördern das Jubiläum. Partner ist Hannover Marketing und Tourismus. Partner des Sommerfests am 23. August sind die VolkswagenStiftung, das SEA LIFE Hannover, das Museum Wilhelm Busch, das Hardenbergsche Haus, die KunstFestSpiele Herrenhausen, die Schloss Herrenhausen Veranstaltungs- und Betriebs GmbH, die Freunde der Herrenhäuser Gärten und Grauwinkels Schlossküche. Öffnungszeiten und Eintrittspreise Die Ausstellung „Gartenkunst aus Meisterhand“ ist vom 14. Februar bis 6. April täglich geöffnet, montags bis freitags von 11 bis 17 Uhr und an den Wochenenden von 10 bis 18 Uhr. Der Shop „Limoni“ in der Orangerie ist montags bis freitags von 11 bis 17 Uhr und an den Wochenenden von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Besuch der Ausstellung, die Führungen und Vorträge sind im Eintrittspreis der Herrenhäuser Gärten enthalten. Bis Ende März beträgt der Eintritt 6 Euro, ermäßigt 5 Euro. Für Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre ist der Eintritt frei. Landeshauptstadt Hannover/Herrenhäuser Gärten Fotos: © 26.02.2025 Matthias Falk - hannover_fotografie
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